Autor: Carola Rückert | 06.08.19, 20:52

Die Kunst die Welt im Garten zu retten

Es regnet. Fast möchte ich sagen: schon wieder, oh je! Dabei ist es noch keine 14 Tage her, dass wir über Hitze und Trockenheit gestöhnt und uns nichts sehnlicher als Regen gewünscht haben. Doch so sind wir Menschen eben: Gerade in diesen Zeiten, da wir täglich mit einer Vielzahl an Informationen überschüttet werden, tun wir uns schwer, Zeiträume einzuschätzen, aber auch langfristig zu denken und zu planen.
Das ist denn auch unser größtes Handicap bei der Einschätzung der weltweiten Klimaveränderung. Noch nie musste der Mensch für längere Zeiträume planen als seine eigene Lebensspanne umfasst. Die globale Klimaveränderung zwingt uns nun aber dazu, Entscheidungen zu treffen, die nicht nur das Leben unserer Kinder sondern auch das unserer Enkel und Urenkel betrifft. Es ist eine enorme Verantwortung, und wir wissen nicht, was unser Tun oder Nichttun für Auswirkungen haben wird. Der Mensch hat dafür keine Erfahrungswerte, auf die wir uns stützen können.
Da könnte man schon, je nach persönlicher Disposition, in Aktionismus oder in Depression verfallen. Für mich kommt weder das eine noch das andere in Frage. Meine Antwort: wir retten im Garten die Welt! Ja, Sie lachen nun vielleicht, aber wissen Sie denn, dass die Fläche aller bundesdeutschen Gärten fast genauso groß ist wie die der ausgewiesenen Naturschutzgebiete in Deutschland? Egal, ob Schrebergärtner oder Parkbesitzer, jeder von uns tut bereits ganz viel für die Natur: egal, ob der Fokus auf bienenfreundlicher Bepflanzung, auf Vogelschutzgehölzen, auf heimischer Blumenwiese oder Feuchtbiotop liegt, die Vielfalt der Gärten birgt großes Potential , um unsere Welt zu heilen.
Ach, Sie haben leider keinen Garten? Dann unterstützen Sie doch jetzt den „Garten der Dankbarkeit“ mit einer Spende!

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